Kochen im Freien: So gestalten Sie eine Outdoor-Küche

Beitrag vom 3. Mai 2024

Eine Outdoor-Küche in Eck-Form mit verschiedenen Geräten, Schränken und einer Verkleidung aus Stein.

Gehören Sie auch zu den Personen, die in der warmen Jahreszeit gar nicht genug von Sonnenschein und frischer Luft bekommen? Oder zu den Hobbyköchen, die in der Woche noch länger als die fünfeinhalb Stunden in der Küche verbringen, wie der Durchschnitt in Deutschland? Verbinden Sie doch einfach beides und kreieren Sie Ihre kulinarischen Köstlichkeiten künftig unter freiem Himmel! Je nach Platzangebot können Sie sich eine umfangreich gestaltete Outdoor-Küche errichten oder einmal über eine Gartenbar oder Grillecke nachdenken.*

Was ist eigentlich eine Outdoor-Küche? Und was macht sie so attraktiv?

Im Grunde unterscheidet sich eine Outdoor-Küche gar nicht so sehr von ihrem im Haus angesiedelten Pendant. Auch zu ihr gehören all die bekannten Elemente wie Kochplatten, Spülen, Kühlschränke und Arbeitsflächen. Lagermöglichkeiten mit Türen, Schubladen und sonstigem Stauraum für das Zubehör dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Eine Gartenküche kann fest installiert sein oder als mobile Variante konzipiert werden, die sich bei Bedarf schnell abbauen lässt. Der unschlagbare Vorteil der Außenküche ist ihre Lage direkt im Garten. Das Kochen im Freien ist ein vergnügliches Erlebnis, das eine Verbindung zur Natur herstellt und eine entspannte Atmosphäre schafft.

Während sich bei einer herkömmlichen Küche viele Gäste dazu genötigt fühlen, dem Koch oder der Köchin zur Hand zu gehen und dabei am Ende eher im Weg stehen, können sie draußen problemlos dabei sein, ohne jemanden zu blockieren. Auch für den Gastgeber selbst ist es perfekt, die eingeladenen Personen während der Zubereitung der Speisen nicht alleinlassen zu müssen, sondern sich stattdessen entspannt mit ihnen unterhalten zu können.

Eine Outdoor-Küche bestehend aus einem Grill und einer Arbeitsplatte an einem erhöhten Platz im Garten.

Natürlich fällt bei einer Küche im Außenbereich auch das manchmal recht langwierige Heraustragen der Leckereien weg. Diese werden schließlich an Ort und Stelle zubereitet und dann sofort auf den Tisch weitergereicht. Besonders praktisch ist darüber hinaus, dass die Outdoor-Küche automatisch Schmutz und Gerüche im Haus verhindert. Wer kennt nicht die unangenehmen Nachwirkungen des Kochens, wenn noch Tage später Speise-Dünste in der Küche oder sogar im Hausflur herumwabern? Draußen erledigt sich dieses Problem von selbst, da sämtliche Dämpfe unmittelbar abziehen!


So gehen Sie es an

Bei der Planung Ihrer individuellen Outdoor-Küche gibt es einiges zu beachten. Die grundlegendste Entscheidung ist zunächst der richtige Ort dafür.

Verschiedenfarbige Stifte und andere Büromaterialien liegen auf einer Skizze für eine Küche.

Wenn Sie die Küche direkt auf der Terrasse aufbauen möchten, sollten Sie nicht vergessen, wie viel Platz sie in Anspruch nimmt. Im Rahmen einer Feier mag die Terrasse prädestiniert sein. Sobald Sie sich an warmen Sommertagen auf ihr sonnen möchten oder die Küche gerade nicht genutzt wird, kann diese hier aber auch schnell im Weg sein.

Allgemein ist es wichtig, einen Ort mit ausreichend Platz für die Arbeitsflächen auszuwählen. Ebenso sollten Sie Ihre Kochstelle nicht unbedingt direkt an Nachbars Zaun positionieren, wo später ständig Dämpfe abziehen und stören könnten. Ein gleichmäßiger Boden ist ebenfalls von Vorteil.

Fertigen Sie im Vorfeld unbedingt eine Skizze der Gegebenheiten an, in der alle nötigen Gas-, Strom- und/oder Wasseranschlüsse verzeichnet sind. Schließlich gehören ein Herd und eventuell ein Ofen, ein Kühlschrank und ein Waschbecken zur Außenküche dazu und müssen sich entsprechend anschließen lassen.

Unser Tipp: Wenn Sie über den nötigen Platz verfügen, können Sie mittels einer Photovoltaik-Anlage selbst den Strom für Ihre Outdoor-Küche erzeugen! Auf diese Weise sparen Sie gerade bei häufiger Nutzung eine Menge Geld. Als Wasserquelle reicht oft bereits ein Anschluss für den Gartenschlauch.

Mit Schutzdach oder lieber „oben ohne“?

Eine Outdoor-Küche ohne Überdachung.

Für den Genuss des ultimativen, unverfälschten Outdoor-Erlebnisses ist es reizvoll, ein komplett offenes Modul als Außenküche zu wählen. Durch die natürliche Beleuchtung entsteht hierbei sogar die Möglichkeit, einen kleinen Kräutergarten zu integrieren, in dem Sie einzelne Zutaten selbst heranziehen können. Auch was die Gestaltung Ihres Kochbereichs angeht, sind Sie ohne Dach im wahrsten Sinne des Wortes etwas freier.

Ein gut gestaltetes Dach kann der Outdoor-Küche aber auch eine stilvolle und ansprechende Optik verleihen und den Außenbereich somit aufwerten! Und spätestens beim ersten Regenschauer werden Sie froh sein, dass Ihre Schränke und Geräte geschützt stehen. Im Hochsommer knallt zudem die Sonne vom Himmel. Kaum ein Lebensmittel verträgt dies über längere Zeit – und Sie selbst ebenso wenig!

Eine Outdoorküche mit Überdachung.

Ein weiterer Witterungsfaktor, vor dem es sich zu schützen gilt, ist Wind. Mittels einer Schutzwand und eines Dachs verhindern Sie, dass Sand, Blätter und andere umherfliegende Dinge sich auf Ihren Speisen niederlassen. Und auch die so anmutig über sie hinwegfliegenden Vögel neigen dazu, eine bestimmte Art von „Fracht“ zu verlieren – und die möchten Sie nun wirklich nicht im Essen haben!

Die gute Nachricht ist: Sowohl eine Schutzwand als auch ein Dach müssen nicht allzu teuer sein. Manchmal reicht schon ein Carport aus, um Ihre Ansprüche zu erfüllen. Besonders bequem ist es, einfach ein als Fertigbausatz angebotenes Gartenhaus zu kaufen und das Modul etwas abgewandelt so aufzubauen, wie Sie es sich für Ihre Außenküche vorstellen.

Unser Tipp: Gönnen Sie sich und Ihren Gästen einen entsprechenden Schutz vor der Witterung! Neben großen Regendächern gibt es hierfür auch diverse Sonnenschutz Arten & Formen.

Welches ist das richtige Material für eine Outdoor-Küche?

Zur Ausstattung eines geschützt stehenden Kochbereichs können Sie durchaus eine der fertigen, eigentlich für den Innenbereich geplanten Küchenzeilen kaufen. Innovativ ist dies zwar nicht, dafür aber praktisch und oft vergleichsweise preiswert. Der Reiz einer Outdoor-Küche besteht für viele Interessenten allerdings gerade darin, sie selbst zu konzipieren, zusammenzustellen und zu bauen.

  • Als Rahmen und Verkleidung für Ihre Gartenküche bietet sich beispielsweise Hartholz an. Dieses lässt sich genau so zuschneiden und lackieren, wie es Ihnen am besten gefällt. Es ist wichtig, Holz zu verwenden, das für den Außenbereich behandelt oder natürlicherweise wetterbeständig ist. Damit es mit der Zeit nicht verrottet, sich verzieht oder ausbleicht, benötigt es eine regelmäßige Pflege.
  • Als Metallart bietet sich vor allem Edelstahl an. Dieses ist langlebig, rostbeständig, leicht zu reinigen und gibt dem Aufbau ein modernes Aussehen. Allerdings neigt Edelstahl dazu, bei direkter Sonneneinstrahlung schnell sehr heiß zu werden und ist anfällig für Kratzer.
  • Bestandteile aus Kunststoff sind leicht, erschwinglich, einfach zu reinigen und relativ wetterfest. Möglicherweise empfinden Sie sie allerdings als weniger ästhetisch. Im Laufe der Zeit kann Kunststoff zudem verkratzen oder ausbleichen.

Letztendlich hängt die Auswahl des richtigen Materials von Ihren persönlichen Vorlieben, Ihrem Budget und den individuellen Wünschen an Ihre Outdoor-Küche ab. Es kann sinnvoll sein, eine Kombination verschiedener Stoffe zu verwenden, um die jeweiligen Vorteile perfekt zu nutzen. Die Marke Weber bietet übrigens mit ihrer Reihe „BBQ Kitchen“ bereits unmittelbar zu ihren Grills passende Outdoor-Küchenlösungen an!


Alternativ: Kulinarisches vom Grill…

Beim Gedanken an eine Outdoor-Küche erscheinen vor dem inneren Auge automatisch Szenerien, die an die Indoor-Variante erinnern. Allerdings müssen Sie draußen nicht zwangsläufig Geräte von der Spüle bis zum Herd integrieren – auch ein Grill tut gute Dienste!

Entscheiden Sie sich zum Anrichten eines BBQs für die passenden Grillgeräte, die Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget entsprechen. Dies kann ein Holzkohlegrill sein, ein Gasgrill, ein elektrischer Grill oder sogar ein Outdoor-Pizzaofen. Stellen Sie sicher, dass die verwendeten Bestandteile robust, langlebig und sicher sind. Den Grill können Sie sowohl freistehend als auch als Einbaugrill nutzen.

Sollten Sie sich als Kochstelle nicht für einen Grill, sondern für einen Dutch Oven oder eine Feuerschale (beispielsweise zum Flammlachs Grillen) entscheiden, muss natürlich auch die Möglichkeit bestehen, dafür ein Feuer zu entfachen. Bäume und Sträucher, die zu nah an der Grillecke stehen und in Flammen aufgehen könnten, sind also auf jeden Fall zu beachten.

Eine gemütliche Grillecke im Garten.

Wenn Sie Ihren Garten gemütlich gestalten möchten, sollten Sie einfach einen geschützten Bereich für die Grillecke einplanen. Dieser muss ähnliche Voraussetzungen erfüllen, wie die Outdoor-Küche. Den Boden können Sie wahlweise natürlich belassen, pflastern sowie mit Kies oder Holzplatten auslegen. Als Begrenzung bieten sich verschiedene Pflanzen an, beispielsweise Bambus oder Rhododendren. Ob Sie sie einpflanzen oder in großen Blumenkübeln belassen, um sie in der kalten Jahreszeit sicher zu überwintern, bleibt Ihnen überlassen. Sind Sie sicher, dass Sie Ihre Grillecke über Jahre nutzen werden, könnten Sie sogar eine kleine Mauer um sie herumziehen.

…oder aus der Gartenbar

Nutzen Sie Ihren Garten gern für kleine Partys oder rauschende Feste? Dann lohnt sich nicht nur ein Grill, sondern auch die Errichtung einer Gartenbar! Hierfür benötigen Sie einen Tresen mit genügend Stauraum für Getränke und einer entsprechend großen Arbeitsfläche, eine Möglichkeit zur Kühlung und natürlich das entsprechende Zubehör, um Ihren Gästen bei warmen Temperaturen kühle Drinks zu mixen. Denken Sie außerdem daran, dass benutzte Gläser ggf. im Laufe des Abends gereinigt werden müssen. Die richtige Spüle innerhalb der Arbeitsplatte darf also ebenfalls nicht fehlen.

Neben einer passenden Dekoration mit Blumen oder einzelnen Design-Artikeln sollten Sie sich auch um die Illumination kümmern. Gern liefern wir Ihnen ein paar Gartenbeleuchtungs-Ideen für Ihren Außenbereich.



Verfasst aus unserem Team von

Steffi

Seit Oktober 2021 ist Steffi Teil der Möbel Heinrich Familie. Hier ist sie hauptsächlich für das Schreiben von Produktbeschreibungen und Magazinbeiträgen zuständig. In ihrer Freizeit geht die studierte Germanistin und Literaturwissenschaftlerin gern zum Fußball oder entspannt mit ihren Katzen.

*Bitte beachten Sie, dass unsere Magazinbeiträge vor allem dazu gedacht sind, Sie über ausgewählte Themenbereiche zu informieren. Nicht alle auf den Bildern gezeigten oder im Text erwähnten Produkte sind bei Möbel Heinrich erhältlich!