Geschirrspülmaschine reinigen – So geht’s

Beitrag vom 8. Dezember 2023

Der Geschirrspüler gehört wohl zu den besten Freunden eines leidenschaftlichen Küchen-Künstlers. Wer viel kocht, produziert auch jede Menge schmutziges Geschirr. Und niemand hat Lust, die vielen Teller, Töpfe und Pfannen eines kulinarischen Feuerwerks mühselig per Hand abzuwaschen. Solange der fleißige Küchen-Kollege treu seiner Spültätigkeit nachgeht, ist alles in Ordnung. Doch irgendwann ereilt es fast jeden: ein rotes Lämpchen – eine Fehlermeldung! Grund zur Panik? Nicht unbedingt. Viele Fehlermeldungen haben mit dem Reinigungsbedarf Ihrer Maschine zu tun. Wir verraten Ihnen, wie Sie Geräteausfällen vorbeugen können und neben dem Geschirr auch Ihre Spülmaschine wieder blitzsauber wird.


Den Geschirrspüler reinigen: Warum so wichtig?

Spülmaschinen werden tagaus, tagein mit Geschirr beladen, an dem meist noch Soßenreste, Flüssigkeiten und kleine Überbleibsel vom Essen kleben. Nach dem Spülgang ist zwar das Geschirr wieder sauber – der Geschirrspüler hat mit all den Rückständen auf Dauer jedoch zu kämpfen. Dazu kommt ein hartnäckiger Störenfried: Kalk. Wer seine Spülmaschine nicht regelmäßig auf Kalk und Schmutz überprüft, muss im Laufe der Zeit mit Bakterien und sogar Schimmel rechnen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Spülmaschine zu reinigen?

Woran können Sie erkennen, dass es höchste Eisenbahn für eine Säuberung ist? Spätestens, wenn die Reinigungsqualität Ihrer Maschine zu wünschen übrig lässt oder das Gerät unangenehme Gerüche entwickelt, sollten Sie dringend aktiv werden. Eine regelmäßige Säuberungsroutine macht Ihnen das Leben allerdings sehr viel leichter. So können sich Kalk und Verunreinigungen gar nicht erst intensiver festsetzen. Nehmen Sie sich am besten etwa alle 3 Monate ein wenig Zeit, um sich einer gründlichen Reinigung Ihres Geschirrspülers zu widmen. Einmal monatlich sollten Sie zusätzlich den Filter der Maschine überprüfen und ggf. reinigen.

In wenigen Schritten zur sauberen Spülmaschine

Sieb und Filter einer Spülmaschine

Das Filtersieb – Der Schmutzfänger in Ihrer Spülmaschine

Starten Sie Ihre Reinigung mit dem Sieb, das sich am Boden Ihres Geschirrspülers befindet. Einige Modelle sind auch mit mehreren Sieben ausgestattet. In diesen Schmutzfängern sammeln sich Speisereste und sonstige Fremdkörper. Halten Sie sich bei der Entnahme des Siebs und generell bei allen Bestandteilen Ihrer Maschine an die Herstellerangaben, um nicht versehentlich etwas zu beschädigen.

Befreien Sie den Filter zuerst von groben Speiseresten, um ihn anschließend per Hand im Spülbecken zu reinigen. Hierfür reichen warmes Wasser und etwas Spülmittel oder Essig völlig aus. In manchen Fällen mag auch eine alte Zahnbürste hilfreich sein, um sämtlichen Schmutz zu entfernen.

Bahn frei mit einem gereinigten Abfluss

Der Abfluss Ihrer Spülmaschine befindet sich unter dem Filtersieb. Falls sie darin noch Wasser vorfinden, können Sie es entweder abschöpfen oder mit einem Schwamm aufsaugen. Befreien Sie dann den Abfluss mit Hilfe einer Bürste und Reinigungsmittel von Verschmutzungen. Sollten sich noch gröbere Fremdkörper im Abfluss befinden, können Sie diese natürlich per Hand entnehmen.

Abfluss einer Geschirrspülmaschine
Boden einer Spülmaschine mit Sprüharmen

Wasser marsch durch saubere Sprüharme!

Die Sprüharme sorgen für ausreichend Bewässerung während des Spülgangs. Sobald die feinen Düsen verstopfen, lässt die Effizienz Ihres Geschirrspülers jedoch nach. Entnehmen Sie die Sprüharme daher regelmäßig bei der Hauptreinigung und befreien Sie die kleinen Löcher von Kalkablagerungen und Schmutz. Ein Zahnstocher ist dafür bestens geeignet. Die Sprühvorrichtung an sich können Sie genau wie die Siebe zusätzlich unter warmem Wasser abspülen oder mit einem feuchten Tuch abwischen.

Gummidichtungen: Ein idealer Nährboden für Bakterien & Schimmel

Die Dichtungen an der Tür Ihrer Spülmaschine sorgen dafür, dass während der Spülgänge kein Wasser austritt. Üblicherweise sind solche Gummidichtungen mit Vertiefungen versehen. Genau hier tummeln sich im Laufe der Zeit Bakterien. Ohne eine regelmäßige Reinigung kann sich in den Spalten auch Schimmel entwickeln.

Wie lässt sich das verhindern? Pflegen Sie die Dichtungen in festen Abständen mit einem sanften Reinigungsmittel. Durch Essig könnte das Gummi porös werden – daher sollte hier lieber kein Essigreiniger oder verdünnte Essigessenz zum Einsatz kommen. Trocknen Sie anschließend alle Zwischenräume mit einem weichen Tuch.

Geöffneter Geschirrspüler mit Gummidichtung und Geschirrkörben

Die Spülmaschine mit natürlichen Hausmitteln reinigen & entkalken

Immer mehr Menschen möchten auf chemische Reiniger verzichten und so die Umwelt, aber auch ihren Geldbeutel schonen. Welche ökologisch nachhaltigen und günstigen Putzmittel können Sie nutzen, um Ihrem Geschirrspüler wieder zu strahlendem Glanz zu verhelfen? Diese 3 Allrounder machen das Rennen: Essig, Natron und Zitronensäure. Setzen Sie die altbewährten Hausmittel allerdings nicht willkürlich oder übertrieben ein. Mit den folgenden Tipps erzielen Sie das beste Ergebnis.

Spülmaschine reinigen mit Essig

Schütten Sie 2 Tassen Essigessenz in einen Eimer Wasser. Mit diesem Gemisch können Sie den Innenraum Ihrer Spülmaschine auswischen und auch die Schubladengitter und den Korb für das Besteck säubern. Aber Achtung: Bitte sparen Sie die Gummidichtungen aus!

Spülmaschine reinigen mit Zitronensäure

Lösen Sie die Zitronensäure gemäß Packungsanleitung auf. Auch diese Mischung ist ein ideales Reinigungsmittel für den Innenraum und die Elemente Ihres Geschirrspülers (ausgenommen die Dichtungen).

Vermengen Sie für den zweiten Schritt ca. 10 Esslöffel Zitronensäure mit 2 Litern Wasser. Starten Sie einen Spülgang ohne Geschirr. Hier gilt zu beachten: Trifft Zitronensäure bei hoher Temperatur auf Kalk, entsteht Calciumcitrat. Diese Verbindung ist nur schwer zu lösen. Daher empfehlen wir: Lassen Sie den Spülgang nur mit einer geringen Temperatur laufen. Unterbrechen Sie den Durchgang, sobald sich das erste Wasser in der Maschine gesammelt hat. Jetzt können Sie das Gemisch aus Zitronensäure und Wasser einfüllen. Nach 1 Stunde Einwirkzeit kann das Programm fortgesetzt werden. Die Zitronensäure erfüllt Ihre Geschirrspülmaschine mit einem frischen Duft.

Unser Tipp: Zitronensäure wirkt nicht nur in Ihrer Spülmaschine wahre Wunder. Mit ihr können Sie auch Oberflächen und andere Elektrogeräte wie den Kühlschrank oder die Mikrowelle reinigen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel Küche putzen leicht gemacht: Tipps für saubere Oberflächen & Schränke.

Spülmaschine reinigen mit Natron & Zitronensäure

Verteilen Sie 4-5 Esslöffel Natron auf dem Spülmaschinenboden und füllen Sie 3 Esslöffel Zitronensäure ins Spülmittelfach. Starten Sie Ihre Geschirrspülmaschine im Eco-Programm mit einer möglichst niedrigen Temperatur, um die Bildung des Calciumcitrats zu verhindern.

Schon gewusst? Das basische Natron und die Zitronensäure neutralisieren sich gegenseitig. Im Spülgang öffnet sich das Fach mit der Zitronensäure allerdings erst später. Das Natron hat daher genügend Zeit, um seine Wirkung zu entfalten.


Zusammengefasst: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Alle Reinigungsmittel stehen bereits in der Küche, Sie sind mit Einmalhandschuhen ausgerüstet und wollen direkt loslegen? Hier haben wir nochmal alle wichtigen Schritte für die Reinigung Ihres Geschirrspülers zusammengefasst:

  • Sieb & Filter reinigen: Filtersieb entnehmen, grobe Verunreinigungen entfernen, abspülen bzw. abbürsten
  • Sprüharme säubern: Düsenlöcher von Kalk und Schmutz befreien, Sprüharme feucht abwischen
  • Abfluss befreien: Gröbere Fremdkörper entnehmen, Abfluss mit Bürste und Reiniger säubern
  • Gummidichtungen pflegen: Vertiefungen mit einem sanften Reiniger auswischen, anschließend trocknen
  • Spülmaschine entkalken: Entkalken und reinigen Sie Ihre Maschine mit den top 3 Hausmitteln Essig, Natron und Zitronensäure

Verfasst aus unserem Team von

Melina

Melina gehört seit Oktober 2023 zur Möbel Heinrich Familie. Hier gestaltet sie den Kunden-Newsletter, verfasst SEO-Texte und erstellt Content für das Online-Magazin. In ihrer Freizeit ist die gelernte Bankkauffrau meist auf dem Rad oder im Wald beim Geocaching unterwegs.